Freitag, 2. April 2010

Kein Weg zurück

Nachdem wir unsere Jobs und Wohnung gekündigt und unsere Freunde und Familie über unser Abfahrtsdatum informiert haben, gibt es wirklich keinen Weg zurück. In weniger als acht Wochen werden wir unsere Wohnung in London verlassen, unsere Fahrräder ostwärts richten und uns auf den Weg nach Australien machen.

Das erste Mal kam diese Idee vor sieben Jahren auf. Ich studierte in Deutschland, und Guy lebte in England. Eines Tages rief er mich an und verkündigte: „Ich werden mit dem Fahrrad nach Australien fahren.“ Ich entschied, dass er verrückt war, und redete drei Tage nicht mit ihm.

Irgendwie hat Guy mich über die Jahre überzeugt, dass es eine fantastische Idee ist, und so verkaufen wir momentan unsere Besitztümer auf Ebay und radeln jedes Wochenende zum Trainieren um Richmond Park herum, unsere Satteltaschen mit insgesamt 50kg Büchern gefüllt.

Wir ziehen nach Australien, nachdem wir 7 Jahre in London gelebt haben, und so haben wir entschieden, dass wir genausogut ein bisschen Auszeit nehmen und mit dem Fahrrad fahren können.

Der Plan ist, es langsam angehen zu lassen – über die letzten Jahre hatten wir beide einige Verletzungen vom Radfahren, und wir wollen unsere Körper daran gewöhnen, jeden Tag mit schwer bepackten Rädern zu fahren. Wir werden nach Nordfrankreich fahren, dann Freunde in Deutschland besuchen und der Donau Richtung Osten folgen, bis zur Türkei. Wenn wir dort ankommen, entscheiden wir wie es weitergeht.

Wir sind letztes Jahr als Herausforderung 1.600 km von Land’s End nach John O’Groats geradelt, von einem Ende Großbritanniens zum anderen. Diesmal müssen wir nicht jeden Zentimeter des Weges fahren – unser Hauptziel ist es, die Reise zu genießen.

Momentan haben wir allerdings schlaflose Nächte, da uns alle Details der Reise im Kopf herumschwirren, und wir bald offiziell arbeitslos sind.


Cycling

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